Aktuelles
Leitlinie zur Abklärung und Therapie des EMF-Syndroms
04.04.2012 01:00
Österreichische Umweltmediziner erlassen Leitlinie zur Abklärung und Therapie des EMF-Syndroms
Auf der Sitzung der Referenten für Umweltmedizin der Landesärztekammern und der Österreichischen Ärztekammer am 3. März 2012 wurde ein Konsensus-Papier verabschiedet, die "Leitlinie der ÖÄK zur Abklärung und Therapie EMF-bezogener Beschwerden und Krankheiten (EMF-Syndrom)". Diese dient zur Differentialdiagnostik und zum Therapieansatz bei unspezifischen Beschwerden durch Elektrosmog.
Zitat: "Aufgrund der wissenschaftlichen Literatur zur Interaktion von EMF mit biologischen Systemen sind mehrere Wirkmechanismen möglich. Ein plausibler Wirkmechanismus auf intra- und interzellulärer Ebene ist z. B. jener über die Bildung freier Radikale/oxidativer und nitrosativer Stress (Friedmann et al. 2007, Simko 2007, Pall 2007, Bedard und Krause 2007, Pacher et al. 2007, Desai et al. 2009). Im Zentrum steht dabei die vermehrte Bildung von Peroxinitrit aus der Reaktion von Stickstoffmonoxid und Superoxid. Wegen seiner vergleichsweise langen Halbwertszeit schädigt Peroxinitrit eine Vilezahl zentraler Stoffwechselvorgänge und Zellbestandteile.
Mit diesem Ansatz lassen sich viele der im Zusammenhang mt EMF-Expositionen beobachteten Beschwerden, Symptome und deren Verläufe plausibel erklären....
Die Östereichische Ärztekammer sieht es als ihre Pflicht und Aufgabe an, für die Kollegenschaft den aktuellen Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion aus ärztlicher Sicht zusammenzufassen und mit der vorliegenden ersten Leitlinie konkrete Handlungsanweisungen zu geben..."
Wir hoffen, dass auch die Verantwortlichen der deutschen Ärzteschaft diesem positiven Beispiel folgen und damit der Politik dem Weg zum Handeln ebnen.
Zum Text:
http://www.diagnose-funk.org/politik/aerzteschaft/oeaek-abklaerung-und-therapie-des-emf-syndroms.php